BlogEpic Games Unreal Fellowship v06 summer 2021 – once in a lifetime!

Epic Games Unreal Fellowship v06 summer 2021 – once in a lifetime!

Im Sommer startete die Sommer Ausgabe 2021 des Unreal Engine Virtual Production Fellowship von Epic Games. In dem in Los Angeles stattfindenden Fellowship nahmen ausgewählte Personen teil, die direkt aus erster Hand in einem 5-wöchigen Bootcamp das Handwerkzeug erlernten, um professionelle Filmproduktionen mit dem Virtual Production Toolset der Unreal Engine durchzuführen. Das war eine Revolution der gesamten Prozesskette in der Filmproduktion!

Aus unserem Team der INCAS Unreal Engine Trainer (UAI) war Sven Esch als einziger deutscher Teilnehmer am Start und wir folgten ihm dabei!

Lassen wir Sven doch zu Wort kommen:

«Heute ist Tag 1 meines Unreal Engine Fellowships und ich bin super aufgeregt und neugierig zugleich auf die 5 Wochen, die nun folgen. Viele neue Erkenntnisse, die ich zusammen mit gut 70 anderen Menschen, die von überall auf der Welt kommen, erfahren werde. Einzig allein der Jetlag bleibt, denn das Fellowship findet in Pacific Time statt, was nach unserer Zeit immer bis tief in die Nacht geht…. aber das ist es wert!!
Awesome !!»

Halbzeit in Svens Fellowship „Bootcamp“! Inzwischen hatte er sich auf die verschobenen Tagezeiten eingestellt und war auch um halb eins in der Nacht noch aufnahmefähig. Und doch war er einem ständigen zeitlichen Stress ausgesetzt, denn immerhin musste er ja in den 5 Wochen einen animierten Kurzfilm produzieren.

Gottseidank hatte er inzwischen neue Technik und einen Rechner, der ihn bei seinen „verrückten“ Ideen unterstützte.

Lesen wir seinen Bericht zur „Halbzeit“:

«Ich habe mir für mein Projekt ein Timing Chart aufgesetzt, damit ich den zeitlichen Überblick behalte. Momentan bin ich noch auf einem guten Weg, es darf jetzt nur nicht viel schiefgehen oder länger brauchen. Wir haben 2x die Woche sogenannte „Scrums“, in denen unsere Mentoren uns für inhaltliche Fragen zur Seite stehen, aber auch ständig antriggern, bis wann wir was in unserem Projekt fertig haben sollten.

Am Anfang von Woche 3 hatten wir etwas ganz Besonderes: Uns waren im Zoom 2 Motion Capturing Studios zugeschaltet und wir konnten den Actors Anweisungen geben für MoCap Daten, die wir für unser Projekt brauchen. Man darf gar nicht darüber nachdenken, dass teilweise die Leute viele tausend Kilometer voneinander entfernt sind – abgefahrene Technik… und faszinierend zugleich!

Die meisten Filme werden die „Meta Humans“ von Epic verwenden, zumindest deren Köpfe. „Meta Humans“ ist der Versuch von Epic, realistische menschliche Charactere in Unreal Engine zu integrieren. Das funktioniert schon recht gut, die über 800 Joints (Bewegungspunkte) können z.B. über Apps im I-pad „getrackt“ werden.

Zu guter Letzt muss ich noch sagen, dass ich immer noch total „geflasht“ bin über diese aufregende Zeit und die vielen Leute, auf die man täglich trifft – auch wenn ich mich inzwischen oft dabei erwische, dass ich viele englische Begriffe in meinen ständigen Wortgebrauch übernehme – ein Hoch auf den Anglizismus!»

Epic Games Unreal Fellowship v06 summer 2021 – once in a lifetime!

Woche 4 fühlt sich schon fast wie die Finalwoche an, denn man läuft unaufhaltsam auf das Ziel zu. Sie steht ganz im Zeichen der Cinematics wie Take Recorder & Sequencer, denn man kann in Unreal Engine tatsächlich auch Filme im Ganzen erstellen wie in einem Schnittprogramm. Ich merke, dass mein Kopf allmählich das Input Maximum erreicht, denn neben dem Lernpensum hat man ja auch noch sein Projekt zum Abschluss zu bringen. Das reguläre Leben habe ich inzwischen aufs Minimum reduziert, ich nutze meine Freizeit tatsächlich nur noch zum Schlafen und Erholen…und doch fühlt sich immer noch alles so „geil“ an.

Ende der Woche stehen wieder „Weeklies“ an. Bei den Weeklies stellen jeweils 4+1 Person pro Mentorengruppe den aktuellen Stand ihres Projektes vor und muss sich der Kritik und den Anregungen der gesamten Teilnehmerschaft sowie von Brian Pohl, dem Master Instructor, stellen. Ich bin in Team Williams und dieses Mal als 5. Mann oder als Reserve geplant.

Mein Projekt heisst übrigens „A leap into a fairytale”, also „ein Sprung ins Märchenhafte“, und behandelt den Zauberer von Oz. Nur mit dem klitzkleinen Unterschied, dass man in diesem Fall nicht durch einen Sturm ins Land von Oz gewirbelt wurde, sondern Oz den Weg in unsere Realität findet.

Doch die Zeit reichte am Freitag nicht aus, sodass mein Projekt erst am Montag der darauffolgenden Woche besprochen werden soll. Glück für mich, dann kann ich ja übers Wochenende noch ein paar Finetunings vornehmen. Zudem wurde mir am späten Freitagabend auch die Musik für mein Projekt geschickt, die ich dann bereits einbinden kann.

Nachdem ich nun auch dieses Wochenende meinem Projekt gewidmet hatte, bin ich Montags direkt zurück in die Realität geworfen worden: Meine Wechselplatte meldete einen Fehler und ein Teil meiner Arbeit war unlesbar. Ich hatte noch gedacht „ach von Sonntag auf Montag, was soll da schon passieren“ und kein Backup gemacht. Nun stehe ich wieder mit dem Stand von Freitag da – Mist! Lektion gelernt!

Wir sind jetzt schon in der Finalwoche, zur Wochenmitte sollte alles bis auf minimale Korrekturen fertig sein, laut unseres Mentors. Ich bemerke, dass es jetzt doch echt eng wird mit der Zeit und mache etwas, was ich zuletzt am Anfang meiner Selbstständigkeit getan hab – Camp Düsseldorf ist eröffnet, ich hab zumindest jetzt aber ein Sofa im Büro.

Es ist Donnerstag, ich habe meinen Film bis auf wenige Kleinigkeiten tatsächlich fertig bekommen und bin extrem happy darüber, dass man meinen Film sogar ins Unreal Fellowship Filmfestival gewählt hat. Das Filmfestival ist die Finalveranstaltung, so etwas wie ein Abschlussball.

Freitag, 3.September 2021 – DAS GROSSE Finale!
Dieser Tag ist der letzte offizielle des Fellowships. Es findet lediglich das Festival statt. Einige haben sich etwas herausgeputzt (Tuxedo und so 😊) und der virtuelle „red carpet“ ist auch ausgerollt.
Heute werden die ausgewählten Filme der einzelnen Gruppen angeschaut. Mann, bin ich aufgeregt! Ich habe so viele tolle Arbeiten der anderen bereits gesehen und bin neugierig, was sie über meinen kleinen Märchenfilm sagen werden.

Mein Film war der Drittletzte des Festivals, bei uns in Deutschland war es inzwischen Abend geworden und ich bin direkt in den Aftershow-Party-Teil übergegangen. Mein Film hat viele berührt, da er „so anders“ ist, als die anderen. Kaum Metahumans, dafür viel Feeling und Story.
Es wird Zeit, Abschied zu nehmen von all den Personen, die mich in den letzten Wochen täglich begleitet haben. Aber es ist kein Abschied für immer, ich bin bereits nach Dublin eingeladen worden oder auch gerne nach Toronto oder LA. Eine spannende Zeit, die ich wohl nie vergessen werde, und eins darf ich dabei nie vergessen:


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