BlogWas kann ich mit Adobe Premiere machen?

Was kann ich mit Adobe Premiere machen?

Unser neuer Beitrag erklärt, wer welches Programm lernen oder beherrschen sollte. Heute geht es um “Premiere Pro”, das Videoschnittprogramm von Adobe. Man sollte besser betonen, dass es das professionelle Videoschnittprogramm von Adobe ist, denn es gibt eine Reihe von Adobe-Software, die den Namen “Premiere” trägt.

Seit 1993 auf dem Markt, gehört das Videoschnittprogramm “Premiere” bzw. “Premiere Pro zu den Software-Urgesteinen. Mittlerweile in der fünfzehnten Version wird es ständig weiterentwickelt und bietet unzählige Möglichkeiten.

Unter dem Namen “Premiere” findet man bei Adobe eine ganze Produktfamilie. Jedes Produkt wird unterschiedlich vermarktet und spricht unterschiedliche Benutzergruppen an. Das macht den Überblick ein wenig kompliziert. Wir versuchen euch einen Überblick zu verschaffen:

Premiere Rush” ist ein Programm mit leichter Bedienung zur geräteübergreifenden Erstellung von Videos speziell für so genannte “Online Content Creator” (z. B. für YouTube). “Premiere Rush” gibt es für Windows, macOS, iOS und Android, kann einzeln, oder zusammen im Paket mit “Premiere Pro”gemietet werden und ist Teil der “Creative Cloud”. Ein großer Vorteil ist, dass man mit ihm auf verschiedenen Geräten arbeiten kann. Man macht zum Beispiel mit einem iPhone eine Aufnahme, bearbeitet diese und finalisiert das Projekt danach z. B. auf dem Desktoprechner.

Premiere Elements ist eine abgespeckte Version von “Premiere Pro” und ist für Einsteiger und Hobbyisten zugeschnitten. Der Einstiegsbildschirm bietet Optionen zur Organisation von Clips, zur Bearbeitung und zur automatischen Filmerstellung. “Premiere Pro”-Projektdateien sind allerdings nicht mit “Premiere Elements”-Projektdateien kompatibel. Das Programm wird zwar separat vermarktet, ist aber häufig mit “Photoshop Elements” gebündelt, das die gleichen Anwendergruppen anspricht. Im Gegensatz zu vielen seiner Konkurrenten kann “Premiere Elements” eine unbegrenzte Anzahl von Video- und Audiospuren verarbeiten, wobei auf jedem Clip mehrere Effekte angewendet werden können, sowie Bild-in-Bild- und Chroma-Key-Funktionen. Außerdem unterstützt es viele Plug-ins von Drittanbietern für zusätzliche Funktionen, darunter auch “Premiere Pro”- und “After Effects”-Plug-ins. Das Programm bietet außerdem eine Echtzeit-Videowiedergabe, die dem Benutzer eine sofortige Vorschau der an der Videozeitleiste vorgenommenen Bearbeitungen ermöglicht. 
“Premiere Elements” ist für Windows und MacOS erhältlich. Es ist nicht als Teil eines Creative-Cloud-Abonnements erhältlich, sondern muss als Kauf oder als Upgrade erworben werden – einzeln oder zusammen mit “Photoshop Elements”.

Vielleicht bringt diese Tabelle den Durchblick:

NameWindows/
macOS
iOS/
Andriod
Miete/KaufTeil der CC?Wer soll angesprochen
werden?
Premiere ProJa/JaNein/NeinMieteJaProfis
Premiere RushJa/JaJa/JaMieteJaContent Creator
Premiere ElementsJa/JaNein/NeinKaufNeinEinsteiger/Hobbyist

Es gibt eine Reihe von Alternativen zu den Programmen der Premiere-Programmfamilie, die vom “Hobbyisten” bis zum Hollywood-Studio alle Bedürfnisse abdecken. Wer jedoch sowieso die Creative Cloud abonniert hat, dem werden mit “Premiere Pro” und “Premiere Rush” kaum Wünsche offenbleiben.

Adobe hat die Marketingmaschine für Premiere Mitte 2021 auf Touren gebracht. Je nachdem, was deine Cookies den Werbeplattformen für Rückmeldungen zu deinen Vorlieben und Interessen übermitteln, wirst du genauso doll mit “Ads” von Adobe und Premiere malträtiert wie ich. Sogar im guten alten Fernsehen werden Werbeclips (https://www.adobe-newsroom.de/2021/06/08/creative-cloud-june-release/) geschaltet. Günstig war diese Aktion von Adobe sicher nicht, allein wegen der Rechte am Song „Don‘t stop me now“ von Queen.

Meiner Meinung nach trommelt Adobe für “Premiere Pro” aber auch zurecht, denn die Funktionen lassen sich sehen. Die wichtige Nachricht für Apple-Anwender: Die aktuelle Version 15.4 von “Premiere Pro” unterstützt die neue Prozessorgeneration von Apple und verspricht somit enorme Leistungssteigerungen.

Sehr beeindruckt bin ich von der Funktion “Automatische Untertitelung”. Die Adobe-eigene Künstliche-Intelligenz-Lösung “Adobe Sensei” setzt gesprochene Dialoge auf Wunsch automatisch in Untertitel um. Dabei werden 12 Sprachen unterstützt. Die Ergebnisse sind gut. Meine ersten Tests waren sehr positiv, trotz undeutlicher Aussprache. Diese Funktion kann ebenso genutzt werden, um dem Kunden den Text des Videos zum Lesen zu geben. Das hilft, den Text schneller zu erfassen. Adobe war einwenig im Zugzwang, denn Youtube beherrscht die automatische und editierbare Untertitelung bereits seit längerem. Hört sich das interessant an? Dann schau dir dieses Video an: https://www.studioeins.ch/sprache-zu-text

Ebenfalls neu ist das automatische Skalieren von Videos. Mit „Auto Reframe“ lassen sich Aufnahmen schnell und einfach für Social Media optimieren. Denn die Bild- bzw. Videoformate von Facebook, Instagram und Konsorten sind nicht immer 16:9 sondern 9:16, quadratisch oder in einem anderen Verhältnis. Zudem behält diese Funktion automatisch das Objekt im Fokus, das im Mittelpunkt der Aktion steht.

Ein kleiner Nachteil ist, dass die Oberfläche und die komplette Benutzerführung von “Premiere Pro” mit den anderen Adobe-Programmen wenig gemeinsam hat. Kommt man, wie ich, von InDesign, Photoshop etc., sieht man sich in “Premiere Pro” einem komplett anderen “Benutzerinterface” gegenübergestellt. Bei genauerer Betrachtung erkennt man, dass es dem von “After Effects” ähnelt und das ist natürlich kein Zufall. Beide Programme wenden sich an dieselbe Zielgruppe.

Zusammengefasst ist “Premiere Pro” das Videoschnittprogramm für alle, die professionell mit Videomaterial arbeiten wollen und die “Creative Cloud” abonniert haben. Selbst Hollywoodfilme wie “Deadpool” wurden mit “Premiere Pro” geschnitten.

Möchtest du also in das “Videobusiness” einsteigen oder “Content” für sogenannte soziale Netzwerke erstellen, dann bist du mit “Premiere Pro” gut beraten.

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Bewertungen

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