BlogDer Umstieg auf die Unreal Engine: Etwas für Senioren?

Der Umstieg auf die Unreal Engine: Etwas für Senioren?

Darum lohnt sich der Umstieg auf die Unreal Engine auch für Senior 3D-Artists…

Virtual Production – eine neue Zukunft für die Filmemacher?

Anfang Januar 2020 kamen Gerüchte über eine neue real verfilmte Star Wars Serie auf. Doch nicht nur der Hype um neues Futter für Star Wars Fans sorgte für Aufsehen, sondern vielmehr die Machart. Es wurde überwiegend in einem sogenannten „Volume“ gedreht, einer gekurvten LED Videowand, die zudem auch als Decke ein Videowand System nutzt.
Die Videowände wurden mit vorgefertigten (Film)Set-Erweiterungen bespielt. Das Volume hat dabei ebenfalls die Ausleuchtung des Filmsets übernommen. Man dreht also wie auf einer richtigen Location und „spart“ sich die aufwendige Postproduktion, die man bei Green- oder Bluescreen Aufnahmen hat. Des Weiteren sind jegliche Reflektionen bereits vorhanden, das Bild ist quasi „fertig“.

Wie erzeugt man die Inhalte für die Videowalls? Mit der Unreal Engine

Es war kein Geheimnis, dass man für die virtuelle Produktion auf eine Spieleengine, die Unreal Engine, setzt. Der Vorteil liegt darin, dass man in einer künstlichen Welt mit einer künstlichen Kamera filmt und es sich trotzdem genauso wie bei einem klassischen Dreh anfühlt.Bewegte Kameraführung, Parallaxenverschiebung, Tiefen(un)schärfe, die Unreal Engine von Epic bietet all das, was ein Kameramann für die Gestaltung des perfekten Bildes benötigt.

Wirklich? Eine Spieleengine für Filminhalte auf professionellem Niveau?

Absolut! Ich muss zugeben, dass ich seit Jahren die Entwicklung der „Spielegrafiken“ kritisch beobachte.

Ja, ok, es sieht nicht schlecht aus, aber für Filmproduktion? Nein, dafür reicht es qualitativ nicht aus!

Doch damit lag ich falsch! Durch den Einsatz mittels Photogrammetrie gescannten Objekten und Materialien sind die erzeugten Welten bzw. Level – wie sie in Unreal Engine heißen – inzwischen ein perfektes Abbild der realen Welt. Dazu kommen eine Vielzahl von PlugIns, die dafür sorgen, dass jedes Level einen photorealistischem Look erhält.

Bei dem Wort „Photorealismus“ läuft normalerweise jedem 3D-Artist ein Schauer über den Rücken… „Das Rendern dauert ewig!“ ist der Gedanke, den jeder schon mal hatte, während man dem pixelweisen Aufbau des gerenderten Bildes beiwohnte.
Das ist vorbei! Es ist gut zu wissen, dass die Unreal Engine einen Echtzeit-Renderer nutzt. Dabei erfolgen sämtliche Berechnungen gemäß den physikalischen Gesetzen – in Echtzeit!

Die neue Generation von Grafikkarten macht es möglich, und die Unreal Engine liefert selbst mit handelsüblichen Grafikkarten, wie z.B. der RTX Serie von Nvidea, erstaunliche Ergebnisse.

Kommen wir mal auf die ursprüngliche Frage zurück:

Lohnt sich für mich, als „alter“ Senior 3D-Artist, der Umstieg auf die Unreal Engine?

Diese Frage habe ich schon oft in Foren gelesen. Artists, die sich seit vielen Jahren in ihrer Software zu Hause fühlen und nun vor der Entscheidung stehen umzusteigen. Beruhigend möchte ich zunächst erwähnen, dass die Unreal Engine keinesfalls einen Ersatz für eine vollwertige 3D Software, sondern eine sinnvolle Ergänzung, darstellt. Die Unreal Engine „lebt“ von dem Content, den man ihr gibt. Speziell im Bereich Design für Filmset-Erweiterung oder virtuellen Umgebungen ist es sinnvoll, die Hauptobjekte „oldschool“ in Programmen wie Maya, Houdini, 3ds Max, Cinema 4D oder auch Blender zu erstellen. In einem zweiten Schritt werden diese dann in der Unreal Engine level-konform aufbereitet. Dazu kommen beeindruckende integrierte Möglichkeiten für Set-Dressing durch Tools wie Landscape Designer, Foliage Brushes und prozedualen Inhalten.

(https://quixel.com/megascans)

Epic setzt mit der Unreal Engine auf den eigenen Marketplace, der u.a. auch die komplette Quixel Megascan Library kostenlos beinhaltet.

Es ist die Kombination und Zusammenarbeit, die Großartiges ermöglicht und den Umstieg erleichtert. Epic tut sein Bestes und bietet jede Menge „Bridge PlugIns“ an, die die bisher gebräuchlichen Programme mit der Unreal Engine verbinden.

Epic bietet mit dem Marketplace die Möglichkeit die Unreal Engine mit bisherigen Programmen zu verbinden

Die Unreal Engine kann von der Lernkurve her als eine relativ einfach zu erlernende Software bezeichnen werden. Unterstützt wird das Lernen zusätzlich durch die weltweite Unreal Engine Community. Hier findet man für nahezu jedes Thema Videotutorials.

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